Oktober

Einer der Monate, den ich am meisten nicht leiden mag. Nicht nur wegen der Uhrenumstellung.
So richtig nicht leiden mag ich ihn erst seit 2012. Nicht nur dass meine Playstation 3 damals den Geist aufgegeben hat. Und ja, es war die Gute. Die, die alle Spiele spielen konnte. 1er, 2er und die 3er-Spiele.
Nein, im gleichen Monat (und natürlich im gleichen Jahr) verabschiedete sich auch mein guter R19. Hydraulikgetriebe der Automatikkupplung defekt. Wirtschaftlicher Totalschaden. Am Tag, als der Baumgartner Felix aus dem Weltall zurück zur Erde gesprungen ist. Ich erinnere mich: ich so zuhause, Sohnemann kommt nach Hause und erzählt mir, wie die Straße in allen Farben schillert. Hat sich wunderbar verteilt, das Öl. Wir also bei strömendem Regen runter, auf die Straße, und mit Katzenstreu und später Erde aus dem Vorgarten versucht, das Öl zu binden. Hat auch relativ geklappt. Noch was unters Auto gestellt, damit das Getriebe weiter fröhlich ohne weitere Schäden tropfen konnte.
Ich gestehe, ich war ein wenig ängstlich, hab mich dann bei den Freunden und Helfern erkundigt… So wegen Umweltschaden usw., war ja nachweislich von meinem tollen Auto. Aber nach Ortsbesichtigung haben diese auch abgewunken und für nix erklärt.
Ich war sogar so pünktlich, dass ich den Sprung nicht verpasst habe und ich doch ziemlich beeindruckt war von Stratosphäre, Atmosphäre – und dem Herrn Baumgartner. :)

Ach so – und dann gab es noch ein Negativereignis, welches mich ziemlich außer Gefecht gesetzt hat. Und manchmal, auch heute noch, fällt es mir schwer, darüber nach zu denken. Aber wie heißt es so schön: es geht weiter – es geht immer weiter.
Und im Nachhinein ging es für mich recht positiv weiter. Und insgesamt bin ich froh, dass es gekommen ist, wie es ist. Man weiß nie, wofür eine Entscheidung, die andere für einen treffen, gut ist.
Vielleicht hab ich alles verloren, was mir wichtig war. Aber letztendlich, wenn ich mir die Situation jetzt anschaue – hab ich gewonnen. Ich glaube, manche Menschen wissen nicht, was sie einem anderen antun können. Und damit meine ich nun nicht mich. Und je größer der Abstand ist und auch weiterhin wächst, desto klarer wird die Sichtweise und der Blick. Und desto größer die Dankbarkeit.

Aber der Oktober dieses Jahr, alles Negative ändert sich irgendwie ins positive.
Anfang des Monats, ich von irgendwoher mit dem Auto auf dem Heimweg. Und es kam, wie es irgendwann kommen musste – der Bremsweg war zu kurz. Und nein, keine Zigarette in der Hand, kein Handy, nichts. Das Auto vor mir stand plötzlich da – warum auch immer :D.
Also wieder auf die Freunde und Helfer gewartet, währenddessen den Schaden an beiden PKW begutachtet… Aber – zu sehen war nicht wirklich viel bis gar nichts. OK, mein Kühlergrill ist jetzt ein wenig lockerer. Und die Motorhaube sitzt nicht mehr so passgenau. Aber hey – es ist ein älteres Auto – WTF… Ein Auto muss fahren. Und wer meinen Autoverschleiß mit verfolgt hat, versteht mich.
Am gegnerischen Auto war auch nicht viel zu sehen. Nichts desto trotz – Polizei nahm den Schaden auf und mein Bremsopfer fuhr paar Tage später in eine Werkstatt. Mitte der Folgewoche kam eine SMS, in welcher mir mitgeteilt wurde, dass KEIN Schaden entstanden sei. Kaum zu glauben, aber wohl wahr. Und ich bin so mittig hinten rein gefahren, dass keine Spur verstellt ist – nichts…

Gut, drei Tage später wurde ich eventuell geblitzt. Auf einer Ausfahrt einer Autobahn auf eine Bundesstraße. Ich kann es aber noch nicht mal mit Sicherheit sagen, waren mehrere Autos in der Nähe – und bis heute nix gehört.
Und ja – ich hab meine Fahrweise tatsächlich ein wenig überdacht :D – man weiß ja nicht, aber man sagt schließlich nicht umsonst: wenn es läuft, dann läuft es.

Und zu guter Letzt, hätte ich fast mein Handy getötet. Fast. Nach 30 Stunden des Entzuges habe ich es am vergangenen Montag morgen versucht einzuschalten. Und ja, es ging. Fehlerlos. Bis jetzt. Und ich denke, hoffe dass es so bleibt. Wobei mir nette Menschen auch Hoffnung dahingehend gemacht haben. Es lädt, ich kann telefonieren, SMSen, Musik hören, Bilder machen… Ohne irgendeine Fehlfunktion. Was mich echt sowas von positiv überrascht. Und natürlich erfreut. Und ja – ich gestehe (was ich sonst nicht sehr oft tue – Geständnisse ablegen ;) ) ich bin ein Junkie. Und die Entzugserscheinungen am Sonntag vor der Wiederinbetriebnahme waren hart. Ich war nervös, wusste nichts mit mir anzufangen. Es könnte ja sein, dass… was natürlich nicht war.
Woher ich das weiß? Ich hab nen altes Handy gesucht, Anschaffungsjahr 2009 glaub ich. Zuerst hab ich versucht, die Nano-Sim auf normale Sim-Größe zu basteln. Womit ich natürlich kläglich scheiterte. Naja, und dann, hoffnungslos hab ich die Nano so in den Sim-Kartenhalter geschoben. Was dann auch problemlos funktionierte. Gut, kein mobiles Internet, kein Touch-Screen. Wirklich nur SMS, und Telefon. Und Bilder machen. Aber diese sogar recht gut.

Mein Apfel hat nun auch weitestgehend Badezimmerverbot. Leider kann ich noch nicht ganz verzichten… Aber ich geb die Hoffnung nicht auf – denn auch ich bin lernfähig. Manchmal jedenfalls…

alessla

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